Fachtagung für Mitarbeiter*innen aus Bildungs- und Stadtteileinrichtungen

„Kinderrechte – Keimzelle der Demokratie“: Das war das Thema des 4. Ratschlags der Gröpelinger Bildungslandschaft im QBZ Morgenland am 18. September 2019. Über 90 Mitarbeiterinnen tauschten sich insbesondere über Fragen der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Bildungsinstitutionen aus. Kinderrechte in Schule, Kita und anderen Bildungseinrichtungen umzusetzen, ist nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung. Es ist auch eine Frage des Umgangs von Institutionen mit Ideen und Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen. Partizipation ist ein wichtiger Baustein in der Demokratiebildung und der Persönlichkeitsentwicklung und letztendlich profitieren alle Seiten davon; aber sie ist auch komplex und anspruchsvoll – so das Fazit des Tages.

r. Angelika Guglhör-Rudan, Kaija Landsberg und Bildungssenatorin Dr. Claudia Bogedan (von links) gaben inhaltliche Impulse zu Kinderrechten und Kinderbeteiligung.

Aus diesem Grund konnten Pädagoginnen und Pädagogen der verschiedenen Einrichtungen im mehreren Workshops praktisches Handwerkszeug kennenlernen: etwa Ansätze zum Beschwerdemanagement oder konkrete Aktivitäten zum Tag der Kinderrechte und für die Arbeit mit der Schülervertretung. Auch fünf Info-Stände von Institutionen, die in Bremen zu Kinderschutz, politischer Bildung und Menschenrechten arbeiten, boten den Teilnehmenden praxisnahe Materialien und Gelegenheit zum Austausch. Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung, warb in ihrem Grußwort für einen Umgang auf Augenhöhe mit Kindern in Bildungseinrichtungen: „Unsere Aufgabe ist es, Strukturen zu schaffen, die die Umsetzung der Kinderrechte ermöglichen und somit demokratische Wege eröffnen.“

In der Arbeitsphase wurden fünf Workshops von verschiedenen Referentinnen und Referenten angeboten, unter anderem von Jugendlichen des Bildungswerks der Schülervertretungen.

Mit zwei Fachvorträgen vertieften Kaija Landsberg, Geschäftsführerin der Hertie Stiftung, und Dr. Angelika Guglhör-Rudan, wissenschaftliche Referentin beim Deutschen Jugendinstitut, anschließend das Thema. Dass das Jugendexpertinnenteam der Bertelmann Stiftung die Beiträge der Tagung kommentierte und von ihrer Arbeit zur Studie Children´s Worlds+ berichtete, zeigte deutlich, wie der Weg zu einer Jugendbeteiligung sein kann: „Arbeitet an euren Haltungen und fragt uns, was ihr fragen sollt!“, so die Aufforderung der Jugendlichen an die Mitarbeiter*innen der Bildungsinstitutionen.

Edanur Gözgec und Lea Leidig beraten die Bertelsmann Stiftung als jugendliche Expertinnen und forderten beim „Ratschlag“, Kinderrechte bekannter zu machen und in der Praxis anzuwenden.


Informationen: Frauke Kötter, Lokales Bildungsbüro, QBZ Morgenland, Morgenlandstraße 43, 28237 Bremen. T. 0421 361 811 92 frauke.koetter@schulverwaltung.bremen.de

Fotos (Fotografin: Kerstin Rolfes):