Es hat sie gegeben, die grauen, verregneten Tage im Frühjahr diesen Jahres. Ein solcher Tag war es, als sich Tobias Ennulat von Serve the City und der Mentorschule mit Christiane Gartner im  ApfelKULTURparadies trafen, um über die weitere Entwicklung der grünen Oase in Gröpelingen  zu sprechen. Tobias ist  seit knapp 20 Jahren Theologe und in Bremen als Pastor tätig, seit einigen Jahren auch als Lehrer in der Mentorschule in Gröpelingen. Er fährt gerne Fahrrad, ist in der Natur unterwegs und macht Musik. Zum ApfelKULTURparadies  kam er vor ein paar Jahren über Serve the City. Seit diesem Jahr ist er regemäßig ehrenamtlich im Apfelkulturparadies tätig.

CG: Tobias, erinnerst du dich an unser erstes Treffen im AKP? Es regnete Bindfäden und du hast sicher gedacht „was hab ich mir da nur eingebrockt?“, oder?

TE: Ja, das stimmt, wir waren ziemlich durchnässt –  ich glaube, du hattest eine ganz gute Regenausrüstung…. Ehrlich gesagt es für mich auch der Reiz, dass man an so einem Ort in der Stadt plötzlich mitten in der Natur ist und das Wetter und die Elemente mit allen Sinnen spürt.

CG: Vor den Sommerferien hast du erste offenen Angebote gemacht und bist mit deiner Klasse  aus der  Mentorschule ein paar Tage im Apfelkulturparadies gewesen. Schwedenstühle habt ihr gebaut- das  hatte das AKP auch noch nie gesehen.

TE: Schwedenstühle sind niedrige und sehr bequeme Sitzgelegenheiten, die bei den PfadfinderInnen weit verbreitet sind. Sie sind einfach zu bauen und so dachte ich, es wäre schön ein Projekt mit unseren Schüler*innen daraus zu machen. Von der Schule brauchen wir knapp Die haben eifrig gesägt, geschliffen und geschraubt und an zwei Tagen hatte jede/r seinen / ihren eigenen Stuhl. Sie wurden dann noch verziert. Eine Schülerin hat sogar einen bunten Stoff für die Lehne genäht. Es war ein schönes Bild, als wir im Kreis gemütlich auf den Stühlen im AKP saßen und entspannten. Die Stühle sind jetzt bei den SchülerInnen zu Hause, auf dem Balkon oder im Garten und haben die Sommerferien gut überstanden.

CG: Aber nicht nur mit der Schule bist du hier aktiv. An jedem 2. Freitag öffnet ihr das AKP- was macht ihr da genau?

TE: Ja, wir treffen uns freitags von 17:00-19:00. Wir fangen mit einer Mini-Vorstellungsrunde an, machen dann ein Spiel und üben uns dann im Outdoor-Leben. D.h. es gibt verschiedene Stationen, an denen man Schnitzen, Bauen, Knoten oder auch das Feuer vorbereiten lernen kann. Am Ende sitzen wir dann oft am Lagerfeuer, essen zusammen und erzählen uns aus dem Leben. Manchmal singen wir auch etwas. Und wenn wir noch Zeit und Lust haben machen wir ein größeres Geländespiel mit allen zusammen. Bisher kamen vor allem Kinder von Bekannten und Freunden von meiner Frau Anja und mir, aber auch aus der Nachbarschaft waren schon Kids und Teenies dabei. Es ist immer schön zu sehen wie die Kinder und teilweise auch ihre Eltern – bei jüngeren sind auch die Eltern dabei – die Zeit zusammen im AKP genießen.

CG: Hand  aufs Herz: was magst du besonders in Gröpelingen, warum liegt dir der Ort so am Herzen?

Die Vielfalt begeistert mich, die kreativen Läden und die Menschen, die hier leben. Und ich finde es beeindruckend und klasse, wie viele sich für die Lebensqualität und das Wir-Gefühl im Stadtteil – auch ehrenamtlich – einsetzen. Natürlich gibt es verschiedene Ansatzpunkte den Stadtteil zu verbessern. Aber ich mag die Offenheit der Menschen. Das würde ich gerne erhalten und fördern. Von daher liegt mir der Ort am Herzen und ich freue mich Zeit in Gröpelingen zu verbringen.

Outdoor-Leben im ApfelKULTURparadies:  freitags alle zwei Wochen ab 10. August, 17 – 19 Uhr offener Treff für Kids von 6 – 13. Ohne Anmeldung. Die Angebote sind kostenlos. In den Ferien finden die Angebot nicht statt. / Gefördert durch: Die Sparkasse Bremen

Ausflüge ins ApfelKULTURparadies:  für Kindergarten- und Schulkinder von 4 – 12 Jahren, auf Anfrage unter: paradies@kultur-vor-ort.com (bitte stets Angaben machen zu: Kontakt, Kita/Schule, Alter, Größe der Gruppe, Terminvorschlag, durch KVO-Team betreutes oder unbetreutes Angebot)