Datum/Zeit
Fr, 28. Oktober 2022
17:00 – 19:00

Veranstaltungsort
Torhaus Nord
Liegnitzstraße 63, Bremen

Kategorien

Schlagwörter
Führung, Geschichte, Musik, Nachbarschaft, Storytelling


Geschichten, Musik und kalte Brause. (Stories, singer-song-writer and cold shower)

„Im traurigen Monat November war’s,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.“

 

So beginnt die bitterböse Abrechnung des ins französische Exil geflohenen deutschen Dichters Heinrich Heine mit seiner deutschen Heimat. In „Deutschland, ein Wintermärchen“ setzt sich Heine mit dem Schicksal der Exilanten, mit Militarismus, Unterdrückung, Armut auseinander.

 

Wenn wir uns an diesem Nachmittag aufmachen durchs herbstliche Gröpelingen, erleben wir ein Quartier, in dem prekäre Arbeit, fehlende Bildungschancen, Perspektivlosigkeit und Drogen, Umweltprobleme und fehlende Akzeptanz das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner und besonders der Kinder und Jugendlichen überschatten. Wie kann die Situation verändert werden? Was können wir tun?

 

Begleitet werden wir von der kolumbianischen Songwriterin und Musikerin Marcela Guarnizo Caro und ihrem kleinen Ensemble. Marcela besingt in ihren zahlreichen Songs das Leid und die Kämpfe der kolumbianischen Bevölkerung. Zwar geht es in ihren Liedern um Kolumbien, aber ihre Themen – Ausbeutung, Drogen, Gewalt, Umweltverschmutzung, Klimakatastrophe – sind globale und ebenso lokale Themen. Sie erzählen von Menschen, die um ihre Würde, um Gerechtigkeit und Frieden kämpfen und sie erzählen von den Verhältnissen, die Menschen ins Exil zwingen. Wie einst den deutschen Dichter Heine.

 

Termin: 28. Oktober 2022
Uhrzeit: 17:00 bis 19:00 Uhr
Treffpunkt: Torhaus Nord

 

Im Rahmen des Projekts EUROPA ZENTRAL – Leben im Liegnitzquartier. Das Projekt wird gefördert über das Modellprogramm ,,Utopolis – Soziokultur im Quartier“ im Rahmen der ressortübergreifenden Strategie Soziale Stadt „Nachbarschaften stärken, Miteinander im Quartier“ vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und der Beauftragten für Kultur und Medien.

Eintritt frei