Gröpelingen bei Nacht

Schlecht fürs Klima: Reiche werden immer reicher, Arme immer Ärmer

Die internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam prangert in dem Bericht „Inequality Inc“ (Januar 2024) die zunehmende globale soziale Ungleichheit an. Während es bald den ersten Billionär geben könnte, sind Milliarden von Menschen ärmer geworden. Die Folgen sind weitreichend. Fünf der reichsten Männer (!) der Welt haben ihr Vermögen laut Oxfam-Bericht seit 2020 mehr als verdoppelt. Tesla-Chef Elon Musik und Amazon-Gründer Jeff Bezos haben ihr Privatvermögen seit 2020 von 405 Milliarden US Dollar auf 869 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt.

Auch in Deutschland klaffen Reich und Arm immer mehr auseinander

Auch das Gesamtvermögen der reichsten Deutschen ist deutlich gestiegen. Seit 2020 sei ihr Reichtum von etwa 89 auf rund 155 Milliarden US-Dollar gestiegen. 237 Milliardäre zählt Deutschland – Tendenz steigend.

Auf der anderen Seite stehen Milliarden von Menschen, die unter Pandemie, Inflation und Kriegen leiden und deren Einkommen ständig gesunken ist.

Die soziale Spaltung ist ein Demokratieproblem

Die immer größer werdende Ungleichheit verstärkt laut Oxfam geschlechtsspezifische und rassistische Diskriminierungen, untergrabe die Demokratie und trage maßgeblich dazu bei, „dass die Klimakrise sich zu einer Katastrophe“ ausweite. Große Vermögen müssten besteuert werden, „damit auch die Superreichen ihren gerechten Beitrag zum Gemeinwohl leisten“.

Die 1% reichsten Menschen der Erde verursachen so viel klimaschädliche Treibhausgase wie die fünf Milliarden Menschen, die die ärmsten zwei Drittel der Weltbevölkerung ausmachen.

Oxfam-Bericht: Reiche leben deutlich klimaschädlicher – ZDFheute

Bericht zur sozialen Ungleichheit 2024: Inequality Inc. (oxfam.de)