Plakat Gröpelingen Solidarisch gegen Rechts

Gröpelinger Erklärung: Solidarisch gegen Rechts

Gröpelingen: Solidarisch gegen Rechts: 27. April, 12:05 Uhr, Bürgermeister-Koschnick-Platz

Im Herzen Gröpelingens demonstrieren, vernetzen und diskutieren wir gegen Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und rechte Gewalt.

Kundgebung und Aktionen. Alle sind eingeladen!

www.groepelingen-gegen-rechts.de

Die Rechten betreiben die Spaltung der Gesellschaft

Seit einigen Jahren erleben wir überall in Deutschland einen steigenden Einfluss rechter Ideologien und rechter Gewalt. Die AfD ist zum Treiber dieser Entwicklung geworden. Sie ist in Teilen rechtsextrem, rassistisch, gewaltbereit und eine Gefahr für die Demokratie. Die AfD verteufelt unabhängige Medien und demokratische Parteien und polarisiert durch Lügen und Provokationen die öffentliche Debatte.

Rechtsextreme verhöhnen Menschen in Armut, schüren Hass gegenüber Geflüchteten, bekämpfen die Inklusion in den Schulen, planen die massenhafte Deportation von Migrant:innen, rufen zur Gewalt gegen Klima-Aktivist:innen und andere politisch Aktive auf, beleidigen queere Menschen, werten Menschen mit Beeinträchtigung ab und erklären Muslime zu Fremden, die angeblich nicht in dieses Land gehören.

Besorgniserregend ist aber auch, wie selbst einige bürgerliche Politiker:innen diese Muster übernehmen und gegen Langzeitarbeitslose, Geflüchtete, Migrant:innen, Bezieher:innen von Bürgergeld polemisieren – in der gefährlichen Hoffnung, Wählerstimmen zu gewinnen.

 

Jede Stimme für die AfD ist ein Angriff auf Gröpelingen

Mit dem Einzug der AfD in die Parlamente gewinnen die Rechtsextremen Geld, Macht und Ressourcen, mit denen sie die die Spaltung der Gesellschaft vorantreiben.

Das Erstarken der Rechten geht uns in Gröpelingen in besonderem Maße an. Rechtspopulismus und Rechtsextremismus sind eine Bedrohung für das Gröpelingen der vielen Sprachen, Herkünfte und Lebensentwürfe. Gröpelinger Kinder und Jugendliche sind in den sozialen Medien ungeschützt den rassistischen und gewaltverherrlichenden Inhalten rechter Propaganda ausgesetzt. Für Kultur- und Sport-, Bildungs- und Gesundheitsinstitutionen wird es immer schwerer, gegen offenen Rassismus und soziale Ausgrenzung anzukämpfen.

Vor allem die Gröpelinger:innen mit Migrationsgeschichte schauen auf eine lange Kette offener Gewalt gegen Migrant:innen zurück. Terrorakte wie in Hanau, die Morde des faschistischen NSU und anderer Terror von Rechts hinterlassen auch in vielen Gröpelinger Familien traumatische Ängste. Und nun, nach den Enthüllungen über die Deportationspläne von Teilen der AfD, fragen sich viele Gröpelingerinnen und Gröpelinger: Können wir hier noch bleiben?

 

Die Offene Gesellschaft wird uns nicht geschenkt

Wir wollen dem Hass der Rechten und ihren Konzepten einer Gesellschaft der Ausgrenzung und Unterdrückung entgegentreten.

Wir fordern alle Menschen und Institutionen in Gröpelingen und in ganz Bremen auf, sich nicht zurückzuziehen. Wir wollen den Kampf gegen Rechts in den öffentlichen Raum, in die öffentliche Debatte holen. Wir wollen nicht nur öffentlich demonstrieren, sondern überall in Gröpelingen Diskussionen um die Gefährdung unserer offenen Gesellschaft beginnen: In Schulen, Betrieben, Vereinen, Moscheen, Kirchen, Nachbarschaften. Auf Straßen und Plätzen, in digitalen Netzwerken.

Wir fordern alle Gröpelinger:innen und Bremer:innen, alle Institutionen auf: Seid aktiv gegen rechten Hass, Rassismus und Ausgrenzung.