| | Werkstatt Erinnerung |
| | Fachtag im Rahmen des Projektes Internationale Heimatkunde |
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20. Mai 2010
Torhaus Nord
Bremen-Gröpelingen, Liegnitzstr. 63
H.E.I.M.A.T
ist Thema einer Projektreihe der Arbeitnehmerkammer Bremen, die aus unterschiedlichen Perspektiven das heutige Verständnis von HEIMAT in unserer Gesellschaft beleuchten will.
Kultur Vor Ort e.V. fragt in diesem Rahmen nach „Heimat“ in der Einwanderungsgesellschaft: Wird Heimat über nationale Erinnerungskultur konstruiert? Und wo haben die Erinnerungen der Einwanderer in der deutschen Erinnerungskultur ihren Platz?
Mit dem Kunstprojekt INTERNATIONALE HEIMATKUNDE sondiert Kultur Vor Ort e.V. exemplarisch im Stadtteil Gröpelingen Möglichkeiten, deutsche Geschichte und antifaschistische Erinnerungskultur neu zu diskutieren und HEIMAT vor dem Hintergrund globaler Wanderungsbewegungen neu zu denken.
Zum Auftakt wurde mit einem Fachtag eine Debatte angestoßen: Brauchen wir eine neue Erinnerungskultur in der Einwanderungsgesellschaft?
Im Herbst 2010 werden dann Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule West in einer von Kultur Vor Ort e.V. initiierten Performance ihre Positionen und Statements zur Aktualität von Totalitarismus und demokratischer Erinnerungsarbeit zeigen.
Das Programm
12.00 h
Auftakt: Rotes Gröpelingen - Klein Istanbul
Wohin mit unseren Erinnerungen?
Lutz Liffers / neue passagen bremen
12.30 h
Gedächtnis im Umbruch
Kontinuitäten und Neuorientierung in der deutschen Erinnerungskultur.
Dr. Harald Schmid / Universität Kiel
Der vollständige Text steht unten zum Download bereit.
13.00 h
Fragen, Positionen, Diskussionen
13.30 h
Imbiss und Café
14.00 h
Neue Erzählungen braucht das Land.
Geschichte u. Gedächtnis in der Einwanderungsgesellschaft
Dr. Rainer Ohliger / Netzwerk Migration in Europa e.V.
14.30 h
Unsere Geschichte - Eure Geschichte
Jutta Weduwen / Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
15.00 h
Fragen, Positionen, Diskussionen
Moderation: Eike Hemmer (Kultur Vor Ort e.V.)
16.30 h
Internationale Heimatkunde
Ausblick auf ein Jugend-Kunstprojekt Herbst 2010
Lutz Liffers / Eike Hemmer
17.00 h
Ende und Ausklang
Das Projekt veranstaltet Kultur Vor Ort e.V. gemeinsam mit der Arbeitnehmerkammer Bremen und der Heinrich Böll Stiftung Bremen.
Über das Projekt "Stadtteilmütter" informiert die Broschüre von Jutta Weduwen / Aktion Sühnezeichen, die Sie über Kultur Vor Ort oder direkt über Aktion Sühnezeichen Berlin bestellen können.
Den einführenden Beitrag von Dr. Harald Schmid finden Sie hier zum Download. |
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Download | Flyer Werkstatt Erinnerung | PDF
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Download | Gedächtnis im Umbruch - Vortrag von H. Schmid | DOC
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| | Heimat. Lügen. Erinnerung. |
| | Eine DokuFiction zum 9. November |
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Mit Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule West
Künstlerische Leitung: Liz Rech
Theaterperformance im Rahmen von H.E.I.M.A.T. der Arbeitnehmerkammer Bremen
Das Thema
Der 9. November ist in Deutschland ein besonderer Gedenktag. Am 9. November 1938 begannen in fast allen deutschen Städten Pogrome gegen die dort lebenden Juden. Zwanzig Jahre zuvor wurde in Berlin am 9. November 1918 die Republik ausgerufen und der Deutsche Kaiser für abgesetzt erklärt. Und am 9. November 1989 wurde die Mauer zwischen DDR (Ostdeutschland) und Bundesrepublik (Westdeutschland) geöffnet und damit die 40-jährige Teilung beendet.
Der 9. November ist ein ganz besonders deutscher Gedenktag, weil sich in ihm die komplizierte deutsche Geschichte widerspiegelt. Doch was bedeutet ein solcher Gedenktag heute?
Das Projekt stellt die Frage, was Du, was junge Schülerinnen und Schüler mit solchen Gedenktagen heute noch anfangen können? Welche Fragen, welche Zweifel, welche Gedanken hast Du, wenn beispielsweise über die Verfolgung der Juden gesprochen wird?
Das Projekt stellt die Frage, was die Geschichte der Judenverfolgung und des deutschen Faschismus mit uns, mit Dir ganz persönlich zu tun hat, mit meiner und Deiner Geschichte, meiner und Deiner Familie? Gibt es Erinnerungen an Täter oder an Opfer oder an Mitläufer? Oder gibt es Erinnerungen an ganz andere Ereignisse, Tragödien oder glückliche Momente? Was geht mich und was geht Dich das heute noch an? Darf mir oder Dir das alles auch gleichgültig sein?
Oder habe ich und meine Familie oder Du und Deine Familie eine andere Geschichte, die mit all diesen deutschen 9. Novembern nichts zu tun hat? An was erinnert man sich in meiner Familie? Was ist meine Geschichte?
Gedenktage sind auch dazu da, von der Heimat zu erzählen. Aber welche Erinnerungen spiegeln eigentlich meine und Deine Heimat wieder? Was und wo ist meine und Deine Heimat? Gibt es Heimat vielleicht nur im Plural?
Die Performance
Die Hamburger Theaterregisseurin und Performerin Liz Rech wird mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus diesen Fragen eine Performance entwickeln.
In einem intensiven Workshop werden Themen entwickelt, Fragen formuliert, persönliche Statements gesammelt. Gemeinsam wird erarbeitet, wie man die Ergebnisse öffentlich darstellen kann. Dazu bedient sich die Gruppe der Methoden einer DokuFiction, also einer Art Theater, die zwar etwas Fiktionales (also „Erfundenes“) zeigt, dies aber auf der Grundlage von Dokumenten (Recherchiertes Material wie alte Fotoalben, Interviews mit Großeltern, Tagebüchern und ähnliches).
Wie genau die DokuFiction aussehen wird, weiß noch niemand, denn das wird die Gruppe gemeinsam mit der Künstlerin Liz Rech erarbeiten. Liz Rech arbeitet als freie Performerin in verschiedenen Projekte, in diesem Sommer hat sie für das Kulturzentrum Kampnagel in Hamburg produziert.
Premiere Montag, 8.
Mit freundlicher Unterstützung der Arbeitnehmerkammer Bremen und der Heinrich Böll Stiftung.
Kontakt:
Christiane Gartner / Lutz Liffers / Eike Hemmer
Kultur Vor Ort e.V.
Liegnitzstr. 63, 28237 Bremen
T 0421 6197727, info@kultur-vor-ort.com, info@neue-passagen.de |
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