1918 als funktionaler Bau zur Verwaltung der Belegschaft der Großwerft A.G. Weser errichtet, ist das Lichthaus heute einer der Knotenpunkte für Kultur, Bildung und Kommunikation.

Das Gebäude zwischen Fluss und Stadt kann die bewegte Geschichte des Stadtteils erzählen. Viele Gröpelinger/-innen erinnern sich noch an seine Besetzung von Arbeiter/-innen aus Protest gegen die Schließung der Werft zu Beginn der 1980er Jahre. Nach längerem Leerstand und zwischenzeitlicher provisorischer Nutzung durch Künstler/-innen – die ihm wegen des spektakulären Lichthofs seinen Namen gaben – wurde das Haus in den 1990er Jahren im Rahmen der städtebaulichen Sanierung aufwändig restauriert. Betrieben wird es heute von der Lichthaus Verwaltungsgesellschaft Bremen mbH mit den Gesellschaftern Kultur Vor Ort und Bürgerhaus Oslebshausen.

Mit der Ansiedlung von kreativwirtschaftlichen und digitalen Dienstleistern sowie von Akteuren für Qualifizierung im Stadtteil werden kulturelle Infrastrukturen und kommunale Bildungslandschaften gestärkt. Die Ballettschule Tanz im Lichthaus, das Raumatelier Hilke Packmohr für Grafik und Mediengestaltung und das IT-Serviceunternehmen Avantro gehören dazu, wie auch die Transferagentur der Kinder- und Jugendstiftung für kommunales Bildungsmanagement und die TERTIA GmbH für Arbeitsvermittlung und Beschäftigung.

Der lichtdurchflutete Saal im Erdgeschoss beherbergt jedes Jahr die Lange Nacht des Erzählens der FEUERSPUREN und kann auch für Tagungen und Feiern gemietet werden.

Wo: Hermann-Prüser-Straße 4, 28237 Bremen
Info: Kultur Vor Ort e.V. Tel 0421-6197727, www.lichthaus.de